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22.02.2010 Datensicherheit im Vergleich

Zur Sicherung von Daten stehen unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung. Datensicherungsprodukte bestehen zum einen aus der entsprechenden Software zur Durchführung der Datenkopien und den dazugehörigen Speichermedien und zum anderen werden Aufzeichnungsgeräte benötigt. Die Software alleine stellt – im Gegensatz zu Speichermedien und Speichergeräten – keine eigenständige Lösung dar.

Die Antwort auf die Frage für wen welches Produkt das Beste ist, hängt von unterschiedlichen Faktoren wie Größe des Datenvolumens, Art der Daten und Zugriffshäufigkeit ab. 

Hier ein Vergleich der Vor- und Nachteile der einzelnen Datensicherungsprodukte:


Bandlaufwerk

Hier werden Daten über ein Bandlaufwerk auf magnetische Bänder geschrieben und im Wiederherstellungsfall von diesen wieder abgelesen.

Vorteile

  • Hohe Speicherkapazität
  • Gute Schreib- und Lesegeschwindigkeit
  • Individuell einsetzbar. von der Kleinstlösung für das Speichern weniger GB bis zum vollautomatischen Bandroboter zum Sichern vieler TBs ist alles möglich

Nachteile

  • Lange Suchzeiten der einzelnen Daten.
  • Begrenzte Lebensdauer. durch die mechanische Beanspruchung von Band und Bandlaufwerk müssen sie oft nach 30-maligem Beschreiben ausgetauscht werden.
  • Abnützungserscheinungen. Im Extremfall kann es dazu kommen, dass Bandlaufwerke durch täglichen Einsatz die exakte Position der elektromagnetischen Scheibe/Leseköpfe verlieren und dadurch Bänder nur mehr mit demselben Bandlaufwerk gelesen werden können.
  • IT-Kenntnisse. In Unternehmen ohne eigne IT-Mitarbeiter kann es beim Wechseln und Verwahren der Bänder zu Problemen kommen. Darüber hinaus ist es auch wichtig die Bänder in entsprechenden Intervallen zu wechseln, ansonsten droht eine signifikant erhöhte Wahrscheinlichkeit für einen Datenverlust.
  • Überprüfung. Weiters ist es notwendig das Wiederherstellen regelmäßig zu überprüfen, da es sonst leicht passieren kann, dass im Ernstfall eine Wiederherstellung nicht möglich ist. Ausserdem sind die meisten Unternehmen auf ein externes EDV-Unternehmen angewiesen, das das nötige Know-how zur Datenwiederherstellung mitbringt.
  • Aufbewahrung. Bei den Bändern handelt es sich um mechanische Gegenstände, die vor Umwelteinflüssen geschützt werden müssen und einem Alterungsprozess ausgesetzt sind.
  • Externe Lagerung. Bandlaufwerke müssen getrennt an einem externen Ort gelagert werden, da ansonsten im Schadensfall (Feuer, Wasser,…) sowohl die Rechner selbst als auch die Sicherungsgeräte beschädigt werden.
  • Verschlüsselung. Um den Datenschutzrichtlinien zu entsprechen muss verhindert werden, dass Unbefugte auf Sicherungssysteme zugreifen können. Den meisten Bandlaufwerken fehlt allerdings eine Verschlüsselung. Hier droht bei Diebstahl Gefahr durch Erpressung, Spionage oder ähnliches.


Wechselfestplatte

Hier werden die Festplatten einfach an beliebige Computer an die genormte Schnittstelle angesteckt und die zu sichernden Dateien manuell vom Benutzer auf die Wechselfestplatte kopiert.

Vorteile:

  • Eignet sich gut für Kleinstunternehmen und vor allem Ein-Mann-Betriebe
  • Einfache Handhabung
  • Geringe Kosten

Nachteile:

  • Dezentrale Datensicherung. Jeder Benutzer ist selbst verantwortlich für die tägliche Sicherung. Hier entsteht das Problem, dass Daten eines Unternehmens durch Mitarbeiter nicht nach außen transportiert werden sollen. Bei einer Datenspeicherung bei der alle Dienstnehmer ihre Daten selbst auf externe Medien speichern, besteht die Gefahr, dass Daten unverschlüsselt nach aussen gelangen können.
  • Überschrieben. Bei Verwendung nur einer Wechselfestplatte, werden ältere Sicherungen überschrieben.
  • Verschlüsselung. Um den Datenschutzrichtlinien zu entsprechen muss verhindert werden, dass Unbefugte auf Sicherungssysteme zugreifen können. Hier droht bei Diebstahl Gefahr durch Erpressung, Spionage oder ähnliches.
  • Zeitfaktor. Die manuelle Sicherung nimmt täglich wertvolle Zeit in Anspruch.
  • Haltbarkeit. Festplatten leben im Durchschnitt 2- 4 Jahre. Für langfristige Sicherungen sind sie daher ungeeignet.
  • Aufbewahrung. Datensicherungssysteme sollten räumlich getrennt aufbewahrt werden. Hier stellt sich für ein Unternehmen die Frage, wo dies sicher geschehen kann.
  • Nur für Private. Aus den angeführten Gründen eignet sich diese Methode der Datensicherung, wenn überhaupt, nur für private Nutzer.


CD-R/DVD-R.

Weit verbreitete Methode bei der Daten einfach auf CD oder DVD-Rohlinge gespeichert werden.

Vorteile:

  • Wenig Investition. Beinahe alle Computer verfügen über CD/DVD-Brenner und Rohlinge sind günstig zu erwerben.
  • Einfache Handhabung. Dateien werden einfach selbständig vom Benutzer abgespeichert.

Nachteile:

  • Inkompatibilität. Zwischen Brennern und Lesegeräten treten häufig Probleme auf.
  • Umwelteinflüsse. CD und DVD Rohlinge sind anfällig für Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Licht
  • geringe Haltbarkeit. Die Lebensdauer von Rohlingen ist sehr begrenzt, da sie leicht beschädigt werden oder Fehler auftreten.
  • Aufbewahrung. Datensicherungssysteme sollten räumlich getrennt aufbewahrt werden. Hier stellt sich für ein Unternehmen die Frage, wo dies sicher geschehen kann.
  • Zeitfaktor. Die manuelle Sicherung nimmt täglich wertvolle Zeit in Anspruch.
  • Externe Lagerung. Datensicherungsmedien müssen getrennt an einem externen Ort gelagert werden, da ansonsten im Schadensfall (Feuer, Wasser,…) sowohl die Rechner selbst als auch die Sicherungsgeräte beschädigt werden.
  • Verschlüsselung. Um den Datenschutzrichtlinien zu entsprechen muss verhindert werden, dass Unbefugte auf Sicherungssysteme zugreifen können. Hier droht bei Diebstahl Gefahr durch Erpressung, Spionage oder ähnliches.
  • Nur für Private. Aus den angeführten Gründen eignet sich diese Methode der Datensicherung, wenn überhaupt, nur für private Nutzer.


Unternehmensinterne Festplattenspeichersysteme (Backup to Disk)

Hier werden die Daten vollautomatisch von einer Sicherungssoftware auf ein Festplattenspeichersystem (RAID – Systeme) übertragen. Je nach Zugriffsart wird zwischen Network Attached Storage NAS und Storage Area Network SAN – Lösungen unterschieden.

Vorteile:

  • Hohe Leistungsfähigkeit. Diese Lösung kann daher auch für mittlere und große Unternehmen eingesetzt werden.

Nachteile:

  • Datenverlust. Auch wenn Server und Rechner mit RAID-Systemen ausgestattet sind, die auch den Ausfall einer Festplatte absichern können, besteht bei versehentlichem Löschen einer Datei durch den Benutzer keine Möglichkeit die Daten wieder herzustellen. Die Daten sind damit unwiederbringlich verloren.
  • Externe Lagerung. Sicherungsspeicher müssen getrennt an einem externen Ort gelagert werden, da ansonsten im Schadensfall (Feuer, Wasser,…) sowohl die Rechner selbst als auch die Sicherungsgeräte beschädigt werden.
  • Verschlüsselung. Um den Datenschutzrichtlinien zu entsprechen muss verhindert werden, dass Unbefugte auf Sicherungssysteme zugreifen können.


Online – Sicherungslösungen

Die zu sicherenden Daten werden über eine verschlüsselte Internetverbindung auf einen verfügbaren Speicherserver übertragen. Die Art der Sicherung ist dabei ähnlich wie beim Festplattenspeichersystem, mit dem Vorteil, dass die Daten extern abgelegt werden können und frei sind von Fehlern durch Umwelteinflüsse. Wichtig ist vor allem, dass es verschiedene Versionen und Zustände gibt – man kann immer auf die Datenstände der letzten Tage zugreifen.

Vorteile:

  • Vollautomatisch. Die Speicherung passiert vollautomatisch auf einem sicheren externen Standort. Zusätzlich wird der Kunde vom System selbstständig über auftretende Probleme informiert und kann sich im Netz ansehen, ob mit dem Backup alles in Ordnung ist.
  • Datentransport. Die Sicherung erfolgt je nach Online-Sicherungslösung über eine am Unternehmensserver installierte Software oder über eine Hardware, die sogenannte SaveBox.
  • Verringerung der Datenmenge. Durch ein mathematisches Verfahren werden Datenmengen verkleinert. Deshalb müssen kleinere Datenmengen ans Rechenzentrum transportiert werden. Das spart Zeit und Speicherplatz.
  • Geschwindigkeit. Die Wiederherstellung von Daten geht äußerst rasch vor sich. Im Gegensatz zu anderen Sicherungssystemen sind einzelne Daten auch schnell und einfach auffindbar.
  • Sicherheit. Durch die externe SaveBox ist die Wiederherstellung von Daten auch bei einem Hardwareausfall oder Diebstahl eines Rechners möglich. Die SaveBox selbst kann zusätzlich auch verschlüsselt werden.
  • Daten-Versionen. Durch dieses System ist es möglich auf eine Anzahl zurückliegender Sicherungen zurückzugreifen.
  • Keine Anschaffungen. Bei der Onlinesicherung benötigt der Kunde weder eigenen Server noch andere zusätzliche Anschaffungen. Durch ein monatliches Entgelt, das sich an die Höhe der Datenmengen anpasst, mietet der Kunde Ressourcen in einem Rechenzentrum und erhält eine rundum Datensicherung, bei der er von der vollautomatischen Speicherung über die jederzeit mögliche Wiederherstellung seiner Daten, die gesamte Aufgabe der Datensicherung „erledigt“ hat.
  • Verschlüsselung. Um die Daten auch am Speicherserver vor unauthorisierten Zugriffen zu schützen, werden die Daten bereits vor Übertragung mit einem Code versehen. Die Daten jedes einzelnen Kunden werden so verschlüsselt und sind vor fremden Zugriffen geschützt.
  • Fremde Haftung. DataNoah und auch andere Onlinesicherungsunternehmen übernehmen auch die Haftung für die übertragenen Daten. Das Unternehmen trägt damit die Verantwortung nicht mehr alleine.
  • Unbegrenzte Dauer. Online gesicherte Daten können praktisch ewig gespeichert werden und sind systemunabhängig.
  • Patentiert. Auch bei Onlinesicherungssystemen ist es wichtig auf den Anbieter zu achten. Einige Unternehmen, darunter auch DataNoah bieten patentierte Systeme an, die sowohl für SOHOs als auch Kmus einsetzbar sind.
  • Gesetzliche Anforderungen. Einige Anbieter wie DataNoah erfüllen alle gesetzlichen Anforderungen. Darauf sollte bei Vertragsabschluss geachtet werden.

Nachteile:

  • Kosten. Bei kleinen Datenmengen unter Umständen kostenintensiver, als andere Datensicherungssysteme. Allerdings entfallen die Wartungskosten die beispielsweise für Bandlaufwerke anfallen. Ab einem einmaligen Betrag von € 398,-- und einem monatlichen von € 9,90,-- ist man schon dabei.
  • Extern. Ein zweites Unternehmen muss beauftragt werden. Das System an sich funktioniert allerdings automatisch und wartungsfrei.
  • Verbindung. Die Menge an zu übertragenden Daten ist abhängig von der Leistungsfähigkeit der Internetverbindung. Durch die Komprimierung der Daten kann dem aber Einhalt geboten werden und auch große Datenmengen schnell übertragen werden.
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